Daten aus Fiskaltaxametern bilden Basis für neuen Gewerbe-Bericht

Die Anzahl Hamburger Taxen, die mit einem Fiskaltaxameter ausgestattet sind, steigt weiter an. In den ersten fünf Wochen des neuen Jahres sind in Hamburg 150 Wagen dazugekommen. Ende Februar werden erstmals anonymisierte Daten aus den Fiskaltaxametern an die Behörde übermittelt, auf deren Basis ein Bericht über die Lage des Hamburger Taxengewerbes erstellt werden wird.

 
Die Hamburger Förderung von Fiskaltaxametern führt zu einem weiterhin ungebrochenen Wachstum beim Einbau dieser Geräte. Waren zum Ende des vergangenen Jahres 1309 Taxen und 33 Leihtaxen mit einem Fiskaltaxameter ausgestattet, sind es in der ersten Februarwoche 2014 mittlerweile 1461, hinzu kommen 38 Leihtaxen.

 

Insgesamt hat es insgesamt 2654 Förderanträge gegeben, von denen bisher 2491 positiv beschieden wurden. Jene, die noch die alte Förderung von € 1.500,- in Anspruch nehmen wollene, müssen spätestens Ende März das jeweilige Gerät eingebaut haben. Engpässe bestehen derzeit bei den Einbauterminen der Handvoll geeigneter Funkwerkstätten, dagegen scheint der Nachschub der von der Bundesdruckerei gelieferten TIM-Karten, welche für den Betrieb der Chiffriereinheit des Fiskaltaxameters nötig sind, kein Problem mehr zu sein. Taxiunternehmer, welche die ab 2014 verringerte Förderung von maximal € 1000,- in Anspruch nehmen wollen, müssen ihre Geräte bis spätestens Ende November des Jahres eingebaut haben. Die Förderungen werden seit Monaten nur noch erteilt, wenn vom antragstellenden Taxiunternehmer bestätigt wird, dass gemäß des seit Juni 2013 gültige „Hamburger Mindestlohngesetz“ für angestellte Taxifahrer ein Stundenlohn von mindestens € 8,50 bezahlt wird.

 

Ende Februar wird die Taxenstelle der „Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation“ (BWVI) bei den drei aktiven Online-Speicherfirmen die anonymisierten Fiskaltaxameter-Daten aus 2013 abrufen. Genutzt werden sollen die für eine Auswertung, welche im Auftrage der BWVI die Firma „Linne und Krause“ anfertigen wird, welche früher jährlich Gutachten über den Hamburger Taximarkt erarbeitet hatten. „Linne und Krause“ sowie die dominierende Online-Speicherfirma „Tesymex“ (speichern dem Vernehmen nach die Taxameterdaten von mehr als 70% der in Hamburg geförderten Fiskaltaxameter) sind Schwesterfirmen. So kommt es, dass bei diesen von Tesymex kommenden Daten auch die früheren „Linne und Krause“-Kategorisierungen (z.B. Einzel- oder Mehrwagenunternehmer, Alleinfahrer oder Schichtwagen mit Angestellten, mit oder ohne Zentralen-Anschluss) eingepflegt wurden. So kann nun auf eine Vergleichbarkeit mit den früher per Panel-Stichprobe erhobenen Daten gehofft werden. Allerdings wird der kommende Lagebericht dann auf eine erheblich breitere und repräsentativere Datenbasis gestellt als die damaligen Gutachten. Aus den Reihen der Hamburger Gewerbeverbände kommt der Ruf, selbst einen Zugriff auf die Rohdaten zu erhalten, um auch eigene Auswertungen erstellen zu können. Die Einwilligung der Taxenunternehmer in die Nutzung ihrer anonymisierten Daten für solche branchenweiten Auswertungen ist einer der Voraussetzung der Hamburger Fiskaltaxameter-Förderung.

 

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