Wäschewaschen beim LHT

Kurz vor der Außerordentlichen Mitgliederversammlung des LHT, auf der der Vorstand abgewählt werden soll, haben sich beide Seiten kräftig munitioniert. Einem 28seitigen Konvolut mit Angriffen, insbesondere gegen den seit Mai 2019 amtierenden Vorsitzenden Bülent Aktas, entgegnete dieser nun mit einem mehrseitigen Traktat, welches per WhatsApp bei LHT-Mitgliedern verbreitet wurde. Wir dokumentieren die beiden Sammlungen an teils sehr detailierten gegenseitigen Vorwürfen.

20 Mitglieder des LHT haben unterschrieben, damit auf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung (AO) über zahlreiche Vorwürfe gegen den Vorstand, insbesondere den 1. Vorsitzenden Bülent Aktas gesprochen und über eine Abwahl entschieden werden kann. Diese AO findet am heutigen Freitag ab 15:00 Uhr im Poppenbüttler Weg 5 statt, beim Mercedes-Autohaus Nord-Ostsee Automobile.

 

Den zahlreichen, vielfach detaillierten und mit Namen, Fakten und Unterlagen untermauerten Vorwürfen entgegenete Aktas, immerhin der wagenstärkste Taxiunternehmer in Hamburg, zwischenzeitlich mit teils ebenfalls detaillierten Gegenvorwürfen. TAXI-MAGAZIN.DE dokumentiert die beiden Einlassungen.

 

Insgesamt werfen die Vorgänge ein schlechtes Licht auf den größten zentralenunabhängigen Taxenverband Hamburgs, zumal dieser bei den Hamburger Gewerbeverbänden federnführend für die P-Schein-Prüfungen der neuen Taxifahrer ist. Aktas, der in der Türkei im Urlaub weilt, hat schon angekündigt, wegen nicht eingehaltener Fristen und Formalien gegen die Einberufung durch den 2. Vorsitzenden gerichtlich vorgehen zu wollen. Um einer möglichen Ausrede, er hätte nicht mehr rechtzeitig ein Rückflugticket bekommen, vorzubeugen, haben Aktas Gegner ihm ein solches vor drei Tagen gebucht und zugesendet (Seite 28).

 

 

Dokumente:

Die Vorwürfe gegen den Vorsitzenden Bülent Aktas: hier

Die Entgegnung samt Gegenvorwürfen von Bülent Aktas: hier

 

 

Autor: Clemens Grün

Erstveröffentlichung: 24.07.2020